Leseecke

Nora Imlau – Bindung ohne Burnout

Empfehlung: 10/10 Beltz · 2024 · 205 Seiten · ISBN 978-3-407-86811-4

Bindungs- und bedürfnisorientiert zu erziehen ist schön, aber anstrengend, erst recht bei neurodivergenten Kindern wie den kleinen Pandas. Das Buch hilft auf sehr warmherzige Art, sich Entlastung einzufordern und zu gönnen. Die eigene Familie, die eigenen Grenzen und der eigene Erschöpfungsgrad müssen sich nicht an anderen messen. Hauptbotschaft: lieber glücklich als perfekt. Sehr angenehm zu lesen, mit vielen praktischen Beispielen, und es macht Mut, den eigenen Weg zu finden.

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Amanda Diekmann – Low-Demand Parenting (eng)

Empfehlung: 10/10 Jessica Kingsley Publishers · 2023 · 160 Seiten · ISBN 978-1-83997-768-8

Eine Mutter, selbst autistisch, mit drei neurodivergenten Söhnen, einer davon mit Autismus-Diagnose, erzählt, wie die Familie aus der Dauerkrise und dem autistischen Burnout ihres zweiten Sohnes herausfand. Der Weg: die Problematik hinter den Anforderungen verstehen und diese radikal streichen, die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen und dem Kind zuhören, auch wenn es nicht spricht. Ihre Situation ist außergewöhnlich, die Werkzeuge lassen sich auf viele Familien übertragen. Das Buch macht Mut, eigene Wege zu gehen, auf das Bauchgefühl zu hören, sich und die Kinder so anzunehmen, wie sie sind, und sich dabei nicht von den Vorstellungen anderer abbringen zu lassen.

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Becky Kennedy – Good Inside

Empfehlung: 10/10 Kösel-Verlag · 2023 · 384 Seiten · ISBN 978-3-466-31212-2

Die Geschichten in diesem Buch erinnern an die kleinen Pandas, obwohl PDA und das besonders Anstrengende nie genannt werden. Becky Kennedy, klinische Psychologin und Mutter von drei Kindern, schaut hinter das Verhalten und sieht das Kind, getragen von der Grundannahme „Good Inside“: Kinder und Eltern sind im Kern gut. So lassen sich Kinder beruhigen und begleiten, ohne dass es eine Diagnose oder hochgezogene Augenbrauen braucht. Ihre Haltung dem Kind gegenüber: „Du bist gut, wie du bist. Ich bin nicht böse auf dich. Ich bin für dich da und halte dich mit all deinen Gefühlen aus.“ Gerade wenn Kinder von ihren Gefühlen völlig überflutet werden, ist diese Botschaft so wichtig. Sie brauchen dann keinen Erwachsenen, der sie zusätzlich zur Ordnung ruft, sondern einen, der ihnen hilft, durch diese Gefühle hindurchzufinden, ohne die Verbindung zu verlieren. Jemanden, der ihnen Halt gibt, bis sie selbst wieder Halt finden können.

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Mark Leonard – Mein einzigartiges Pandakind

Empfehlung: 8/10 Beltz · 2026 · 224 Seiten · ISBN 978-3-407-86950-0

Ein deutsches Buch über PDA, geschrieben von einem Vater und Elternberater, der selbst erlebt hat, wie herausfordernd der Familienalltag mit einem Panda sein kann. Er gibt Einblick in sein Leben, seine Recherchen, Erklärungen und Lösungsansätze, ohne Anspruch auf vollständige Richtigkeit. Kein Expertenbuch, sondern ein Erfahrungsbericht: Eltern, die gerade nicht weiterwissen, brauchen Unterstützung jetzt, nicht erst, wenn alles erforscht ist. Nicht alles muss perfekt sein, um hilfreich zu sein. Ob man Ansätze wie Süßigkeiten und Medienzeit so übernimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

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Saskia Niechzial – Ein Kopf voll Gold

Empfehlung: 5/10 Beltz · 2024 · 288 Seiten · ISBN 978-3-407-86825-1

Ein breit angelegter Ratgeber zu Neurodivergenz von ADHS bis Autismus, geschrieben von einer Lehrerin und Mutter, die selbst neurodivergent ist. Am stärksten ist er bei der Frage, ob und wann eine Diagnose sinnvoll ist: viele Argumente dafür, der Rat, sich früh zu kümmern, weil man anderthalb Jahre warten kann, und der Schulstart als guter Zeitpunkt. Der Rest ist zu viel unter einem Hut, vieles besteht aus Listen und bleibt kaum hängen. Der Titel verspricht Stärken, im Buch kommen sie meist nur als Aufzählung vor. Am meisten hilft es Eltern, die vor der Entscheidung für eine Diagnostik stehen.

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